Mongolei im Winter

Mit Temperaturen von -40°C ist Ulan Bator die mit Abstand kälteste Hauptstadt der Welt. Da tröstet es den Frierenden wenig zu wissen, dass das Thermometer in der Regel tagsüber auf erträgliche 20 Grad Minus klettert und dass es allen Mongolen so geht, im äußersten Westen ebenso wie in allen anderen Himmelsrichtungen.
Um so erstaunlicher scheint es daher, dass auch die Winterszeit einen ihr eigenen Charme besitzt. Man rückt in den Jurten näher zusammen und wird umso freundlicher begrüßt. Dass man nicht frieren muss, hat die Erfahrung gezeigt. Eine Jurte mit vier bis fünf Filzlagen wartet auch im Winter mit Wohlfühltemperaturen auf.
Allein unter Mongolen
Da der Winter nicht unbedingt zur Hauptreisesaison in der Mongolei zählt

(99,9% der Touristen kommen zwischen Mai und September), trifft man bei Überlandfahrten fast nur Einheimische. Und genau das macht neben den unendlichen, zu Eis erstarrten Landschaften den eigentlichen Reiz der Winterreise aus.
Besonders geeignet für Winterreisen ist das nördliche Territorium der Mongolei. Aufgrund der Nähe zu Sibirien sind hier Blockhütten weitaus häufiger als im Rest des Landes. Diese lassen sich auch im Winter recht problemlos mieten. Mit ein bisschen Glück und Planung lässt sich aber auch eine Jurte „chartern“.
Reiseroute
Anders als im Sommer ist das Reisen im Winter logistisch eine größere Herausforderung. Auch durch die begrenzte Anzahl an potenziellen Übernachtungsmöglichkeiten ist die Gruppengröße eher bei 5 Personen anzusetzen. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. Die Reiseroute und die Kosten werden im Vorfeld der Reise mit den Teilnehmern abgestimmt.